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Deutschland

alle Sparten des Pferdesports

165-175 cm

alle Farben

Ursprung

Zuchtgebiet(e)

Allgemeines zur Pferderasse

Seit 1997 führt der Verband mit wissenschaftlicher Fachberatung (Institut für Tierzucht der Universität Gießen) das „Projekt Hessenpferd“ durch. Hierzu gehört die Erfassung und Veröffentlichung wichtiger Qualitätsmerkmale der Zuchtpferde und ihrer Nachkommen. In Zeiten gesättigten Marktes und Wandels im Sportbereich muss der Qualitätsgedanke neu in den Vordergrund treten.

Exterieur

Sportliche, wohlproportionierte Pferde, die Adel und Ausdruck, gute Reitpoints, ein klares Fundament und reelle Grundgangarten besitzen.

Interieur

Zuchtgeschichte

In allen Teilen Hessen gab es schon seit Jahrhunderten hochwertige Zuchtstätten. Führend waren zunächst die Zuchten der Landesfürsten.
1724 erhob Landgraf Karl das Gestüt Beberbeck mit dem von einer 4m hohen Mauer eingefriedigten Bergpark zum Hofgestüt. Besondere züchterische Bedeutung erlangte Beberbeck als preußisches Hauptgestüt 1876.



Schon 1490 werden die "Wilden aus der Stout Zapfenberg" (Sababurg) erwähnt, jene in der Waldeinsamkeit des Reinhardswaldes gehaltenen eisenharten, kräftigen, beweglichen und ausdauernden Pferde, die den besten Tauschartikel des Hofes von Hessen-Kassel abgaben.

In den folgenden 45 Jahren lieferte es allein 21 Hauptbeschäler und 418 Landbeschäler, die fast allen deutschen Zuchtgebieten (besonders Hannover und Ostpreußen) wichtige züchterische Impulse gaben. Um 1700 wurde das Hofgestüt Ulrichstein des späteren Großherzogtums Hessens im Vogelsberg eingerichtet. Bis 1849 wurde hier in Anpaarung orientalischer Stuten mit preußischen, mecklenburgischen und englischen Hengsten ein "Starker Mittelschlag mit trockenen Schenkeln und hoch angesetzten Schweifen, kraftvoll und ausdauernd" gezüchtet, der für die Zwecke des Hofes, der Reitergruppe und später als Landbeschäler gut geeignet war.
In den nassauischen Landen wurde besonders das Hofgestüt der Dillenburger Grafen bekannt. Die hier auf der Basis holsteiner und dänischer Stuten mit spanischen, neapolitanischen und orientalischen Hengsten gezüchteten "Dillenburger Ramsnasen", ein kräftiger, dabei schöner Mittelschlag mit trockenen und sehnigen Gliedern und hoher Aktion" waren auf den Pferdemärkten des 16. Jahrhunderts weithin gefragt.
Später richteten weitblickende Landesherren Landgestüte ein: bereits 1737 Landgraf Wilhelm VIII. das Landgestüt Kassel (nach dem Vorbild des zwei Jahre vorher gegründeten Landgestüts Celle), 1811 Großherzog Ludwig I. das Landgestüt Darmstadt, 1811 Herzog Friedrich August von Nassau das Landgestüt Weilburg und im gleichen Jahr Fürst Friedrich von Waldeck das Landgestüt Arolsen. In diesen Depots wurden Hengste für die Landeszucht bereitgestellt, zunächst unentgeltlich, später gegen geringes Deckgeld, aber der Verpflichtung, dem Staat ein Vorkaufsrecht für die nicht selbst benötigten Fohlen bzw. Jungpferde einzuräumen. 1870 führte die preußische Verwaltung die 103 Hengste aus Kassel sowie die 12 waldeckschen und 17 nassauischen Landbeschäler in dem neu errichteten Hessen-Nassauischen Landgestüt Dillenburg zusammen. 1956 kamen auch die Hengste des aufgelösten Landgestüts Darmstadt hinzu. 240 Jahre lang haben hessische Landgestüte die züchterische Entwicklung der heimischen Zucht mit gesteuert und die Züchter in Haltungsfragen beraten.

   

Quelle(n)

www.pferdezucht-hessen.de

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